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Hörtest

Mit einem speziellen Messinstrument, dem Audiometer, wird die Funktionsfähigkeit des Gehörs getestet. Ziel dieser Messung ist es, den Verlauf der Hörminderung exakt zu erfassen. Da die Hörminderung meist nicht auf beiden Ohren identisch ist, werden sie einzeln geprüft. Dazu werden Messignale über Kopfhörer übertragen. Getestet werden die Wahrnehmung von Tönen und das Verstehen von Sprache.

Sprachfeld

Sprache setzt sich aus Vokalen und Konsonanten in bestimmten Frequenz- und Lautstärkebereichen zusammen. Bei Schwerhörigkeit verschiebt sich die Hörschwelle zu höhren Lautstärken. In Abhängikeit von Art und Grad der Hörminderung erfolgt eine Überschneidung der Hörschwelle mit dem Sprachfeld. Diejenigen Anteile der Sprache,die im Audiogramm oberhalb der Hörschwelle liegen, werden nicht mehr gehörrt, wenn normal laut gesprochen wird.

Hörkurve: (durchschnitt) »Hörverlust«

Alter: »20« »30« »40« »50« »60« »70«

Hörverlust

Sprachfeld Hörschwelle
  • Leichter Hörverlust
  • Mittlerer Hörverlust
  • Schwerer Hörverlust
  • Hochgradiger Hörverlust

  • Wie wirkt der Schall auf das Gehör

    Das menschliche Gehör kann akustische Signale nur innerhalb eines bestimmten Frequenz- und Schalldruckpegel-Bereichs wahrnehmen. Der Hörbereich (Hörzone) des menschlichen Ohrs reicht von etwa 16 Hertz bis maximal 20.000 Hertz in jungen Jahren. Im Alter lässt das Hörvermögen, insbesondere bei hohen Frequenzen, nach. Zwischen der Hörschwelle und der Schmerzschwelle liegt die Hörfläche.

    Die Empfindlichkeit des Ohrs ist außerordentlich hoch. Der leiseste wahrnehmbare Schalldruck ist etwa 20 Mikro-Pascal (2·10-5 Pa), das entspricht 0 dB(A) Schalldruckpegel.

    Die Schall-Leistung, die das menschliche Gehör aufnimmt, ist äußerst gering. Der leiseste wahrnehmbare Schall erzeugt eine Leistung von etwa 10-17 W im Innenohr. Innerhalb einer zehntel Sekunde, die das Ohr braucht, um dieses Signal in Nervenimpulse umzusetzen, wird durch eine Energie von etwa 10-18 Joule schon ein Sinneseindruck erzeugt. Daran wird deutlich, wie empfindlich dieses Sinnesorgan eigentlich ist.

    Die Schmerzgrenze liegt bei etwa 120 - 130 dB(A), das ist der millionenfache Schalldruck des kleinsten hörbaren. Dennoch oder gerade deswegen ist das Ohr sehr empfindlich, vor allem das Innenohr nimmt bei lautem Schalldruck Schaden.

    Das menschliche Gehör empfindet gleich laute Töne unterschiedlicher Frequenzen als unterschiedlich laut.

    Beispiel: Wird einer Person ein Ton von 1000 Hz vorgespielt, empfindet sie die Lautstärke dieses Tons wesentlich lauter als die Lautstärke eines tatsächlich gleich lauten Tons mit einer Frequenz von z. B. 50 Hz. Das Gleiche gilt für hohe Frequenzen, etwa von 15.000 Hz.

    Der Mensch nimmt auch die Veränderung einer Lautstärke (Schalldrucks) nicht korrekt wahr. Obwohl eine tatsächliche Verdoppelung eines Schallpegels 3 dB zur Folge hat, wird es vom menschlichen Gehör nicht als doppelt so laut empfunden. Eine Änderung um 3 dB wird kaum wahrgenommen.