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Schwerhörige in der Großbäckerei "De Mäkelbörger" in Neubrandenburg

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Der Frauenstammtisch des DSB-Ortsverein Mecklenburgische Seenlandschaft der Schwerhörigen und Ertaubten e. V. hat einen Besuch der Großbäckerei "De Mäkelbörger" vorgeschlagen und organisiert. Am Donnerstag, dem 08.11.2012 trafen sich die Mitglieder des Frauenstammtisches, der Selbsthilfegruppen Schwerhöriger Senioren und Schwerhörige Menschen, um gemeinsam die traditionell orientierte Backwaren-Manufaktur "De Mäkelbörger" zu besichtigen.

Ronny Rose, Assistent des Geschäftsführers, begrüßte uns herzlich und lud uns zu werkseigenen Kuchen und Kaffee ein. Alle haben tüchtig zugelangt und die verschiedenen Kuchensorten ausprobiert. Herr Rose gab uns einen Einblick in das Unternehmenskonzept und informierte über die geschichtliche Entwicklung der Bäckerei. Die Großbäckerei "De Mäkelbörger" ist heute nicht nur einer der größten Arbeitgeber der Stadt Neubrandenburg sondern in ganz Mecklenburg Vorpommern.

Bevor die Führung durch die Produktionshallen begann, wurden wir über die Hygienevorschriften informiert und jeder erhielt einen Hygienemantel mit entsprechender Kopfbedeckung. Nun konnte der Rundgang beginnen. Viele bekannte Neubrandenburger Gesichter konnten trotz der Berufsbekleidung erkannt werden.

Was wäre so eine Besichtigung ohne geschichtlichen Hintergrund und Produktionszahlen.

6 Ausbildungsberufe gibt es für das Bäckerhandwerk.

Tausende von unterschiedlichen Brotsorten, 10.000 bis 20. 000 Spritz- und Pfannkuchen, tausende Amerikaner und Streuselkuchen werden täglich produziert.

Das Unternehmen beteiligt sich z. B. auch an die Rettung von Haien. Dazu wurde das "Haifischbrot", ein lockeres Weizenmischbrot mit Meersalz und Algen, entwickelt. Vom Verkaufserlös wurden 10 Cent pro Brot gespendet.

Über die riesigen Mengen Backzutaten, die täglich im Produktionsstandort Neubrandenburg verbraucht werden, haben wir gestaunt. Täglich werden bis zu 11.000 Eier verarbeitet.

Abfall wie Kanten von Blechkuchen werden über Subunternehmen in Bioenergie umgewandelt.

Nach dem Rundgang, waren sich alle Teilnehmer einig, mit soviel handwerklichen Arbeiten bei der Herstellung von Backwaren hat keiner gerechnet und so manch einer wird zukünftig beim Verzehr von Bäckereierzeugnissen daran denken. Auch wenn die Bäckereiprodukte nach Maschine aussehen, sind sie doch mit der geschickten Hand des "Großbäckers" kreiert worden.

Wir bedanken uns bei allen Mitarbeitern für ihre 6 tätige Dreischichtarbeit und wünschen dem Unternehmen weiterhin Erfolg bei der Erweiterung des Produktionsstandortes Neubrandenburg und der Vielfalt des Sortimentsangebotes.

Insbesondere möchten wir uns bei Herrn Rose für die erlebnisreiche und interessante Führung bedanken.

Peter Lange

November 2012