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Gut hören und verstehen - aber wie! Hörbiko-Neubrandenburg berät Menschen mit Hörproblemen

Was tun wenn der Fernseher immer lauter, die Türklingel immer leiser und das Gespräch immer schwie-riger wird? Brauche ich Hörgeräte? Was muss ich tun? Wo kann ich mich informieren und unabhängig beraten lassen? Im Hörbiko-Neubrandenburg, der Beratungsstelle des DSB-Landesverbandes der Schwerhörigen und Ertaubten Mecklenburg-Vorpommern e.V. sind all die Fragen schon häufig angespro-chen worden und immer wieder hört man, dass die Kassengeräte nichts taugen, die Krankenkassen nur Zuschüsse gewähren und der Versicherte selbst für moderne Geräte horrende Beträge bezahlen soll. Jetzt zeichnet sich eine Wendung ab. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Hilfsmittelrichtlinie geändert. Seit dem 01.04.2012 ist die überarbeitete Hilfsmittelrichtlinie in Kraft. Im Paragraf 19 der Hilfs-mittelrichtlinie sind entsprechend einem Urteil des Bundessozialgerichts die qualitativen Versorgungsziele festgelegt. So wird bestimmt: (1) Zielsetzung der Hörgeräteversorgung ist es, a) ein Funktionsdefizit des beidohrigen Hörvermögens unter Berücksichtigung des aktuellen Stands des medizinischen und technischen Fortschritts möglichst weitgehend auszugleichen und dabei - soweit möglich - ein Sprachverstehen bei Umge-bungsgeräuschen und in größeren Personengruppen zu erreichen sowie b) die Auswirkungen einer auditiven Kommunikationsbehinderung im gesamten täglichen Leben und damit bei der Befriedigung von allgemeinen Grundbedürfnissen zu beseitigen oder zu mildern. Hörgeschädigte Menschen haben gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung ein Recht auf eine Hörgeräteversorgung, die ihnen eine angemessene Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Dazu gehört nicht nur, eine Unterhaltung in einem ruhigen Raum verstehen zu können, sondern auch Gesprächen bei Störgeräuschen folgen zu können oder auf größere Entfernung Botschaften zu verste-hen. Die von den Krankenkassen festgesetzten Festbeträge für Hörhilfen, haben sich der Höhe nach als nicht ausreichend erwiesen. Durch die höheren qualitativen Anforderungen an die Hörgeräteversorgung, ent-sprechend der überarbeiteten Hilfsmittelrichtlinie, war die Bundesinnung der Hörgeräteakustiker veran-lasst, die nicht mehr ausreichenden Versorgungsverträge mit den Krankenkassen zum 30.06.2012 zu kündigen. Versicherte haben Anspruch auf eine Versorgung, die im Einzelfall erforderlich ist. Somit muss sichergestellt werden, dass eine Hörgeräteversorgung erfolgt, die den Versicherten in die Lage versetzt, ein selbstständiges Leben zu führen und die Anforderungen des Alltags meistern zu können. Deshalb kann auch die Versorgung mit einem fortschrittlichen, technisch weiterentwickelten Hörgeräten nicht mit der Begründung abgelehnt werden, der bisher erreichte Versorgungsstandard sei ausreichend, solange ein Ausgleich der Behinderung nicht vollständig im Sinne des Gleichziehens mit einem gesunden Men-schen erreicht ist. Ein Versicherter muss sich nicht mit Teilkostenerstattungen zufrieden geben. Die Hör-geräteversorgung stellt eine Sachleistung dar. Nach dem § 33 Abs.1, SGB V haben Versicherte Anspruch auf Versorgung mit Hörhilfen…die im Einzelfall erforderlich sind. Lassen Sie sich vom Hörgeräteakustiker also nicht drängen hohe Eigenanteile zu zahlen. Eine unabhängige Beratungsstelle kann Ihnen helfen Anträge zu formulieren. Lassen Sie sich vor dem Kauf der Hörgeräte beraten. Wie Sie im konkreten Fall vorgehen sollten, um zu Hörhilfen kommen, welche Anträge Sie wann und wo stellen sollten, erfahren Sie im Hörbiko-Neubrandenburg oder auf den ambulanten Beratungstagen bei Ihnen vor Ort. Näheres finden Sie unter http://www.hoerbiko.de/seiten/beratung.php?sub=04&mi=04 Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir helfen Ihnen gern weiter.

Ihr Beratungsteam im Hörbiko-Neubrandenburg

17036 Neubrandenburg, Pawlowstr. 12

Tel.:(03 95) 7 07 18 33,

Fax: (03 95) 7 07 43 22

E-Mail: beratungsstelle@hoerbiko.de

Wichtige Hinweise und Musterbriefe finden Sie auch auf den Internetseiten www.hoerbiko.de oder http://www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/ratg.asp?inhalt=HOERGERAETE/richtlinie

Neubrandenburg, 27.06.2012