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Das Treffen der CI-Selbsthilfegruppe M-V am 03.09.2011 in Wismar

Bei allerschönstem "Kaiserwetter", wie die Österreicher sagen, trafen sich 20 Personen der CI-SHG-MV am Samstag, 03.09.2011, 10:00 Uhr, auf dem Marktplatz in Wismar.

Bei der Ausgabe der mobilen Hörschleifen stellten manche erschrocken fest, dass sie ihre Fernbedienung vergessen hatten und so nicht in den Genuss einer besseren akustischen Verständlichkeit kommen konnten.

Die Stadtführung mit den Kleinbussen war zu 11:30 Uhr vorgesehen, so war noch Zeit vorhanden, um einen kleinen Marktbummel zu erledigen, an diesem oder jenem Stand ein Andenken zu erwerben oder für manche einfach ein Eis oder einen Salat zu genießen.

Pünktlich waren unsere Busse zur Stelle und zwei sehr nette und freundliche Busfahrer erklärten während der ca. einstündigen Tour mit viel Hingabe die Sehenswürdigkeiten der Hansestadt Wismar. Für uns alle war die Rundfahrt beeindruckend. Einmal durch die imposanten Gebäude und Einrichtungen der Stadt, zum anderen, weil wir Ertaubten mit Hilfe unseres Implantates und der FM-Technik mit Hörschleife alles genau verfolgen konnten. Ebenso überrascht waren wir von der außerordentlich hohen Besucherzahl in der Stadt und wir CI-Träger konnten an diesem für so viele normalhörende Menschen interessanten Ereignis einer Besichtigung des UNESCO-Weltkulturerbes teilhaben, wir gehörten dazu. Mit einem ordentlichen Beifall verabschiedeten wir uns von den Stadtführern und begaben uns zum Anwesen der Familie Lattemann. Rüdiger Lattemann hatte diesen wundervollen Tag für uns organisiert und uns nach der Stadtbesichtigung alle zu sich eingeladen. Umsichtig und liebevoll hatten Lattemanns eine Tafel in einem geräumigen Partyzelt im eigenen Garten vorbereitet, an der es sich bequem sitzen, essen und erzählen ließ. Erfahrungsaustausch war angesagt und die Mitglieder der SHG hatten alle entweder Fragen zur Einstellung des CI, zum Versorgungsamt oder zu Bestimmungen der Nachteilsausgleiche.

Die Frau des Hauses, Jutta Lattemann, überraschte uns noch mit selbstgebackenem Pflaumenkuchen mit Früchten aus eigenem Garten. Die Würdigung von soviel Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit unserer Gruppe schwerbehinderter Menschen gegenüber war bei der Danksagung gar nicht so einfach in Worte zu fassen.

Dieser Tag wird den Teilnehmern noch ganz lange in Erinnerung bleiben, auch als Beweis dafür, dass man sich als Schwerbehinderter nicht zurückziehen muss, sondern bei entsprechender Vorsorge und Organisation durchaus am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann.

Ein besonderer Dank geht abschließend an die AOK-Gesundheitskasse, die dieses "Projekt Wismar" für unsere Selbsthilfegruppe finanziell abgesichert und dadurch für viele Teilnehmer erst ermöglicht hat.

Ebenso bedanken wir uns beim Hörbiko-Neubrandenburg für Rat und Tat schon bei der Planungsphase und die Unterstützung mit den technischen Hörhilfen.

Ansprechpartner der CI-SHG-MV

Erich Scholze